Abschiebung trotz Übertritt zum Christentum möglich


Ist der Übertritt zum Christentum ein zwingender Grund für ein Abschiebeverbot nach Afghanistan? Darüber hatte nun das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz zu urteilen. Die Entscheidung fiel nicht so aus, wie der Kläger es erhofft hatte.

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Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz wertet einen Übertritt zum Christentum nicht als zwingenden Grund für ein Abschiebungsverbot nach Afghanistan. „Allein der formale Akt der Taufe und die damit begründete Zugehörigkeit zur katholischen Kirche“ führten nicht zu einem Abschiebungsverbot, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil des Gerichts vom 22. Januar.

Im konkreten Fall könne ein junger Mann nach Afghanistan abgeschoben werden, auch wenn er dort keine Unterstützung von seiner Familie oder Stammesangehörigen erhalte. Das Gericht sei nicht zu der Überzeugung gekommen, dass bei ihm „eine ernstliche Hinwendung zum christlichen Glauben vorliege“.

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