Deutschland lehnt Alleingang in neuer Migrationskrise ab

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Berlin will anders handeln als 2015. Vor allem müsse Europas Grenze gesichert werden, heißt es aus dem Innenministerium. Man dürfe jetzt keine Migranten ungeregelt aufnehmen, weil dann weitere angezogen würden.

Die Presse

Migranten im türkisch-griechischen Grenzgebiet APA/AFP/OZAN KOSE

Berlin wird, anders als 2015, in der aktuellen Krise um Migranten an der griechisch-türkischen Grenze nicht isoliert handeln. „Wir suchen nach einer europäischen Lösung, Deutschland kann das nicht alleine“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Anders als Österreich hat Deutschland Bereitschaft signalisiert, Migranten aus Griechenland aufzunehmen.

Der Sprecher des Innenministeriums, Steve Alter, verwies auf laufende Gespräche in Brüssel. Es sei allerdings nicht zu erwarten, dass bei dem Treffen der Innenminister im Lauf des Tages eine Entscheidung über die Verteilung von Menschen auf EU-Staaten getroffen werde. Es sei wünschenswert, dass möglichst viele, wenn nicht alle 27 EU-Staaten, zu einer Linie kämen, sagte Alter. Dies sei allerdings „nicht sehr wahrscheinlich“. Es komme aber darauf an, dass sich eine „signifikante Zahl beteiligt“, damit man von einer europäischen Lösung sprechen könne.

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