Von der Leyen in Griechenland: „Diese Grenze ist auch eine europäische“


Brüssel sichert Griechenland bis zu 700 Millionen Euro zu, um die angespannte Lage an den EU-Außengrenzen zu bewältigen. Diejenigen, die Europas Einheit testen wollten, würden enttäuscht, sagt Kommissionspräsidentin von der Leyen bei einem Besuch vor Ort.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel und der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis treffen am Flughafen in Orestiada ein (erste Reihe, von links nach rechts). Bild: dpa

Die Europäische Union stellt Griechenland zur Bewältigung der angespannten Lage an seinen EU-Außengrenzen bis zu 700 Millionen Euro zur Verfügung. Das sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag bei einem Besuch an der griechisch-türkischen Grenze. 350 Millionen Euro seien sofort verfügbar. Weitere 350 Millionen könnten angefordert werden. Das Geld solle für das Migrationsmanagement und den Aufbau und das Betreiben der nötigen Infrastruktur genutzt werden. Sie sei fest entschlossen, den griechischen Behörden jede nötige operative Unterstützung zukommen zu lassen.

Die griechischen Sorgen seien europäische Sorgen, betonte von der Leyen. „Diese Grenze ist nicht nur eine griechische Grenze, es ist auch eine europäische Grenze.“ Sie dankte Griechenland dafür, in diesen Zeiten der „europäische Schild“ zu sein. Sie dankte auch den griechischen Grenzschützern und der Küstenwache. Zugleich drückte sie ihr Mitgefühl für die Migranten aus, die „durch falsche Versprechen in diese verzweifelte Situation“ gelockt worden seien.

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