Warum Frauen länger leben


Das Geschlecht macht den Unterschied: Forscher haben herausgefunden, warum Frauen im Schnitt länger leben als Männer. Ihren Analysen zufolge könnte das doppelt vorhandene X-Chromosom – das Geschlechtschromosom – eine Rolle dafür spielen. Denn bei über 200 Tierarten gibt es einen Zusammenhang zwischen diesem genetischen Merkmal und der Lebenserwartung. Immer wird das sogenannte homogametische Geschlecht älter, wie Analysen nun bestätigen. Dies bestätigt erstmals eine schon länger diskutierte Hypothese.

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Im Gegensatz zu Frauen besitzen Männer ein X- und ein Y-Chromosom – das könnte sich nachteilig auf ihre Lebenserwartung auswirken. © vchal/ istock

Die Lebenserwartung hängt auch vom Geschlecht ab: Nicht nur beim Menschen, auch bei einigen anderen Säugetieren sind die Frauen in diesem Zusammenhang im Vorteil. Sie werden meist älter als ihre männlichen Artgenossen. Bei Vögeln ist dies dagegen anders herum – bei ihnen sind die Männchen langlebiger. Was steckt dahinter?

Doppelt hält besser

Einer gängigen Hypothese nach könnten die Unterschiede in den Geschlechtschromosomen verantwortlich für dieses merkwürdige Phänomen sein. Während männliche Individuen bei Säugetieren ein X- und ein im Vergleich verkümmertes Y-Chromosom besitzen, verfügt das weibliche Geschlecht über zwei X-Chromosomen. Bei Vögeln sind die Männchen homogametisch: Sie verfügen über zwei Z-Chromosomen.

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