18 bekannte Rechtsextreme in Sachsen-Anhalt besitzen Waffen


Im März tritt in Deutschland ein verschärftes Waffenrecht in Kraft, um Terror zu verhindern. In Sachsen-Anhalt etwa dürfen laut Verfassungsschutz bislang 18 Rechtsextreme Waffen besitzen – obwohl sie den Sicherheitsbehörden bekannt sind.

WELT

In Sachsen-Anhalt dürfen aktuell 18 Rechtsextremisten eine Waffe besitzen. Das berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) unter Berufung auf Zahlen von Verfassungsschutz und Innenministerium. Demnach dürfen die Personen eine Schusswaffe besitzen, obwohl der Inlandsgeheimdienst sie als rechtsextreme Verfassungsfeinde listet. Es handele sich um Jäger und Sportschützen.

Nach Informationen des Blattes hat sich das Innenministerium unter Holger Stahlknecht (CDU) die Entwaffnung der Szene vorgenommen. Insbesondere befürchte das Ressort, „dass Personen, die in Verbindung mit extremistischen oder terroristischen Vereinigungen stehen, in den Besitz waffenrechtlicher Erlaubnisse gelangen“, hieß es. Der Verfassungsschutz solle deshalb alle Erkenntnisse über bewaffnete Extremisten an die Waffenbehörden in den Landkreisen übermitteln, um zu warnen, wenn Zweifel an der Zuverlässigkeit bestünden. Oppositionspolitiker kritisieren der Zeitung zufolge jedoch zu zögerliches Agieren der Behörden.

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