Ex-Freiburger Erzbischof: Ehrenbürgerwürde weg, Straße wird umbenannt


Zuerst wurde ihm die Ehrenbürgerwürde aberkannt, nun soll eine nach ihm benannte Straße anders heißen: Der frühere Freiburger Erzbischof Conrad Gröber ist der Stadt Konstanz ein Dorn im Auge – wegen seiner Nähe zum NS-Regime.

katholisch.de

Bild: ©KNA

Konstanz hat dem früheren Freiburger Erzbischof Conrad Gröber (1872-1948) die Ehrenbürgerwürde der Stadt aberkannt. Grund dafür sei Gröbers „positive Einstellung gegenüber dem NS-Regime“ sowie seine „fördernde Mitgliedschaft in der SS und sein vielfach belegter Antijudaismus“, heißt es in einer Erklärung der Stadt, die bereits im Herbst veröffentlicht wurde. Gleiches gelte für den früheren Konstanzer Oberbürgermeister Franz Knapp sowie Reichspräsident Paul von Hindenburg. Wie der „Südkurier“ (Mittwoch) berichtete, sollen nun die nach Gröber, Knapp und Hindenburg benannten Straßen in Konstanz einen anderen Namen erhalten.

In seiner Sitzung am 26. September hatte der Gemeinderat beschlossen, Knapp, Gröber und Hindenburg die Ehrenbürgerwürde abzuerkennen. Dies sei ein symbolischer Akt, da die Ehrenbürgerschaft mit dem Tod der Person erlischt, teilte die Stadt am 1. Oktober 2019 mit.

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