Kreationismus: Scherer missioniert mit Pseudowissenschaft


Evolutionskritiker Siegfried Scherer referierte beim Schweinfurter Chapter von „Christen im Beruf“ über „Charles Darwin und sein Schöpfer“. Ein Widerspruch?

Irene Spiegel | MAIN-POST

Ob man die Welt als Zufallsprodukt ansieht oder als Schöpfung, hängt nach Meinung von Evolutionskritiker Siegfried Scherer von der „Brille“ ab, die man sich aufsetzt. Foto: Irene Spiegel

Der große Saal des Naturfreundehauses ist proppenvoll. Nicht ungewöhnlich, wenn das Schweinfurter Chapter von „Christen im Beruf“ zum Vortragsabend einlädt. Hier hat schon der Bodyguard des Papstes referiert. Hier haben schon Drogenabhängige, Stasi-Mitarbeiter und Börsenspekulanten, aber auch Hausfrauen und Handwerker über ihren Weg zu einem sinnerfüllten, christlichen Leben berichtet. Diesmal gilt das große Interesse dem Biologen Siegfried Scherer. Er ist angekündigt mit einem Vortrag zum Thema „Charles Darwin und sein Schöpfer“.

Scherer leitet den Lehrstuhl für Mikrobielle Ökologie an der Technischen Universität München und ist bekannt als Kritiker der Evolutionstheorie. Wie passt das zusammen? Gilt Charles Darwin doch als Vater der Evolutionstheorie. Der britische Forscher hat erkannt, dass sich Lebewesen im Lauf der Generationen verändern, dass verschiedene Arten durch natürliche Prozesse entstehen. Er hat daraus geschlussfolgert, dass der Mensch und der Affe dieselben Vorfahren haben, sich nur anders entwickelt haben. Die Wissenschaft bestätigt diese Theorie.

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