Pufferwirkung der Tropenwälder nimmt ab

Bild von AndyFaeth auf Pixabay

Die tropischen Regenwälder sind die „grüne Lunge“ unseres Planeten – und wichtige Puffer im Klimasystem. Doch nun enthüllt eine Langzeitstudie, dass die Tropenwälder in Afrika und im Amazonasgebiet allmählich ihre Pufferwirkung verlieren. Demnach hat sich die Aufnahme von Kohlendioxid durch intakte Tropenwaldgebiete von 1990 bis in die 2010er Jahre um rund ein Drittel verringert. Ursache dafür sind vor allem die erhöhten Temperaturen und Baumverluste durch Dürren, wie die Forscher berichten. Gehe dieser Trend so weiter, könnte der Amazonas-Regenwald schon in rund 15 Jahren von der CO2-Senke zur CO2-Schleuder werden.

wissenschaft.de

Wälder gehören zu den Senken im Klimasystem der Erde – zum Aufbau ihrer Biomasse nehmen die Bäume große Mengen CO2 aus der Luft auf und binden den Kohlenstoff im Pflanzenmaterial. Damit tragen die Bäume entscheidend dazu bei, die Konzentrationen von Treibhausgasen in der Atmosphäre zu regulieren. Schätzungen zufolge sind in den Bäumen des tropischen Regenwalds rund 250 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert – dies entspricht rund 90 Jahren an globalen anthropogenen Treibhausgasemissionen und rund der Hälfte des gesamten in Biomasse gespeicherten Kohlenstoffs. Entsprechend große Bedeutung haben sie für die Stabilisierung des weltweiten Klimas. Doch die globale Erwärmung geht auch an den Regenwäldern nicht spurlos vorüber. „Zwar fördert zusätzliches CO2 das Pflanzenwachstum, aber diese positive Wirkung wird immer stärker durch negative Effekte der steigenden Temperaturen und der Trockenheit zunichte gemacht“, erklärt Erstautor Wannes Hubau vom Königlich Belgischen Zentralafrika-Museum.

weiterlesen