Bericht: Massiver Anstieg von Kirchenaustritten im Bistum Osnabrück


Die Kirchenaustritte im Bistum Osnabrück sind laut einer Zeitungsrecherche dramatisch angestiegen: In verschiedenen Kommunen habe sich die Zahl nahezu verdoppelt – gerade auch in katholisch geprägten Gebieten. Zwei Hauptgründe werden dafür angegeben.

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Im Bistum Osnabrück sind nach Recherchen der Bistumszeitung „Kirchenbote“ (Sonntag) 2019 deutlich mehr Katholiken aus der Kirche ausgetreten als im Jahr zuvor. Besonders im Emsland und rund um die Stadt Osnabrück hätten sich in einigen Kommunen die Zahlen nahezu verdoppelt, schreibt das in Osnabrück erscheinende Blatt unter Berufung auf eine eigene Umfrage bei Standesämtern. „Dabei fällt auf, dass die Zahlen nicht nur insgesamt massiv angestiegen sind, sondern in überwiegend katholisch geprägten Gebieten offenbar noch mal höher liegen“, hieß es. Betroffen seien vor allem Gemeinden, in denen Missbrauchsfälle bekannt geworden sind.

Missbrauchsfälle und Kirchensteuer als Gründe

Die Missbrauchsfälle seien nach Beobachtung der Mitarbeiter in den Standesämtern vor allem für ältere Menschen der Grund für einen Austritt, schreibt das Blatt. Bei Jüngeren spiele nach wie vor auch die Kirchensteuer eine entscheidende Rolle. Weitere Gründe seien „mangelnde Reformen, starre Strukturen und zu starke Hierarchien“.

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