Das Problem mit dem blauen Haken: wie ein Teenager aus den USA aus Langeweile Twitter austrickste


Ein Schüler aus New York erstellt auf Twitter ein Profil eines Politikers, den es gar nicht gibt. Doch Twitter verifiziert das Konto trotzdem. Die Vorgehensweise wirft Fragen zur Manipulation der US-Wahlen auf.

Corinne Plaga | Neue Zürcher Zeitung

«Lasst uns gemeinsam Washington verändern»: ein Slogan, den in diesem Jahr wohl viele US-Politikerinnen und Politiker unterschreiben würden. Andrew Walz, ein Kandidat aus Rhode Island, der für die Republikaner in den Kongress gewählt werden will, hat dieses prägnante Statement in sein Twitter-Profil geschrieben. Der Mann mit der Brille, der sonst keine besonderen Merkmale hat, bezeichnet sich selbst als «Wirtschaftsführer» und verlinkt auf seine Homepage. Neben Walz’ Namen prangt der blaue Haken, mit dem Twitter Profile verifiziert.

Das Problem bei Andrew Walz: Er existiert nicht. Das Profil ist «fake». Erstellt hat den Account ein 17-jähriger Schüler aus Upstate New York. Wie CNN Business berichtet, habe der Teenager das Politiker-Profil aus Langeweile erfunden und weil er Twitters Bestrebungen in Zusammenhang mit den US-Wahlen habe testen wollen. Der Minderjährige, der anonym bleibt, sagte dem Sender, er habe nur 25 Minuten benötigt, um eine Fake-Website und ein Fake-Profil auf Twitter zu erstellen.

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