Missbrauch: Heftige Kritik an Schmerzensgeld-Beschluss der Bischöfe


Die von der Bischofskonferenz angekündigte Weiterentwicklung der Anerkennungszahlungen für Missbrauchsopfer sei mutlos und bedeute ein Versagen der Bischöfe: Die Opfer-Initiative „Eckiger Tisch“ reagiert mit heftigem Protest – und einer Kampfansage.

katholisch.de

Heftige Kritik am neuen Modell der deutschen Bischöfe zur Wiedergutmachung bei sexuellem Missbrauch übt die Opfer-Initiative „Eckiger Tisch“. „Die Kirche in Deutschland ist nicht bereit, für ihre Verbrechen die Verantwortung zu übernehmen und ihren Opfern eine Entschädigung anzubieten. Sie will lediglich Anerkennungsleistungen zahlen und orientiert sich dabei an den Tätern, die missbrauchten“, erklärte die Initiative am Donnerstag in Berlin. Die jetzt angekündigte Weiterentwicklung des Systems der Anerkennungszahlungen sei mutlos und bedeute ein Versagen der Bischöfe.

Die Initiative hielt der Kirche vor, es werde nur getan, wozu man durch die Opfer und ihre Verbündeten in der Öffentlichkeit gezwungen werde. „Dabei hätte es die Möglichkeit gegeben, zum ersten Mal das Minimum des rechtlich Gebotenen zu überbieten.“

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