Waren die ersten Tiere vernetzt?


„Networking“ auf Urzeit-Art: Die Lebewesen des Ediacariums – der „Generalprobe“ des Lebens – könnten schon vor 570 bis 540 Millionen Jahren vernetzte Gemeinschaften gebildet haben. Denn in Neufundland haben Forscher tausende von fädigen Verbindungen zwischen farnartigen Urzeit-Mehrzellern entdeckt. Diese Rangeomorpha könnten diese Ausläufer zur Reproduktion genutzt haben, aber auch zum Austausch von Nährstoffen, wie die Paläontologen im Fachmagazin „Current Biology“ berichten.

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Die farnähnlichen Rangeomorpha gehören zur geheimnisvollen Ediacara-Fauna – den ersten mehrzelligen Tieren unseres Planeten. Jetzt zeigt sich, dass sie offenabr miteinander vernetzt lebten. © Charlotte Kenchington

Vor 570 Millionen Jahren, im Zeitalter des Ediacariums, kam es zu einer biologischen Revolution: Erstmals tauchten nun bis zu zwei Meter große, mehrzellige Lebewesen am Grund der Urmeere auf. Einige glichen halbaufgepumpten Luftmatratzen, andere blattartigen Farnen oder elliptischen Blasen – mit den heutigen Tiergruppen hatten diese bizarren Wesen kaum Ähnlichkeit. Dennoch waren sie wahrscheinlich die ältesten Tiere der Welt, obwohl ihnen noch Münder oder Organe fehlten. Vermutlich ernährten sie sich daher über Osmose oder Filtration.

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