Bundestag streitet über Kohle


Spätestens 2038 soll Schluss ein. Doch der Weg zum Kohleausstieg wird nicht einfach – und er verursacht bei so manchem Sorgen- oder Zornesfalten. Das zeigte heute die erste Lesung im Bundestag.

Uli Hauck | tagesschau.de

Die wenigen Demonstranten vor dem Reichstag machten bereits am Morgen klar, dass sie vom geplanten Kohleausstieg bis zum Jahr 2038 wenig halten. Er komme viel zu spät, findet Thorben Becker vom Umweltverband BUND.

„Vor allem halten wir es für einen Skandal, dass der Kohleausstieg in Deutschland mit der Inbetriebnahme eines neuen Steinkohlekraftwerks begonnen werden soll“, empört sich Becker. „Das halten wir für völlig falsch. Der Kohleausstieg muss spätestens 2030 erfolgen, und es darf kein weiteres Kohlekraftwerk mehr ans Netz.“

Grüne: Warum müssen jetzt noch Dörfer weichen?

Diesen früheren Kohleausstieg wollen auch Linke und Grüne. Deren Fraktionsvize Oliver Krischer, selbst aus Nordrhein-Westfalen, kritisierte besonders, dass für die auslaufende Kohleverstromung im rheinischen Revier noch Dörfer weggebaggert werden sollen. Während die Energiekonzerne RWE und LEAG mehr als vier Milliarden Euro an Entschädigungszahlungen für die Stilllegung von Kraftwerken und Tagebauen bekommen.

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