Deutsche Bischöfe verteidigen Schmerzensgeld-Regelung der Kirche


Betroffene von sexueller Gewalt in der Kirche sollten nicht mehr bekommen als andere Opfer: Mehrere deutsche Bischöfe verteidigen die Entscheidung der DBK zu künftigen Schmerzensgeldern. Außerdem gibt es noch einmal Lob für den neuen Vorsitzenden.

katholisch.de

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat die Entscheidung der Deutschen Bischofskonferenz zu Schmerzensgeldern für Missbrauchsopfer verteidigt. Solche Zahlungen würden „nie ausreichen, das Leid auszugleichen“, sagte Koch am Freitag im rbb-Inforadio. Die Bischöfe beschlossen in dieser Woche, Opfern von Missbrauch durch Geistliche künftig Summen zwischen 5.000 und 50.000 Euro pro Fall zu zahlen. Die Opferorganisation „Eckiger Tisch“ hatte zuvor bis zu 400.000 Euro pro Fall gefordert und die Entscheidung der Bischöfe anschließend scharf kritisiert. Koch erklärte, die Bischöfe hätten „nach einer Summe gesucht, die in der Gesellschaft mitgetragen wird“. Dabei werde die Kirche „an die obere Grenze“ dessen gehen, was in vergleichenden Fällen an Schmerzensgeld gezahlt werde. Es könne nicht sein, dass Opfer einer bestimmten Tätergruppe mehr erhielten als die einer anderen. Nach dem Beschluss der Bischofskonferenz orientieren sich die geplanten Zahlungen an der geltenden zivilrechtlichen Schmerzensgeld-Tabelle und entsprechenden Gerichtsurteilen.

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