„Die Türkei führt einen hybriden Krieg“


Griechenlands Vize-Migrationsminister Georgios Koumoutsakos weist Vorwürfe zurück, wonach Griechenland bei Einsätzen an der Grenze zur Türkei Menschenrechte verletzt habe. Von Ankara fordert er aufzuhören, die EU zu erpressen.

Tim Röhn | WELT

Wegen des Andrangs von Migranten an der türkisch-griechischen Grenze hat der griechische Vize-Migrationsminister seine Regierung gegen die internationale Kritik verteidigt und Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen zurückgewiesen.

Georgios Koumoutsakos sagte im Gespräch mit WELT AM SONNTAG, man breche keine Gesetze: „Das, was wir erleben, ist eine Gefahr für unsere nationale Sicherheit und die der europäischen Grenzen.“ Man habe eine Balance finden müssen zwischen internationalen Gesetzen und dem Schutz der Grenzen. „Das ist ein schmaler Grat. Aber ich denke, es ist uns gelungen, eine angemessene Lösung zu finden.“ Berichte, wonach Sicherheitskräfte an der Landgrenze zur Türkei mindestens einen Migranten erschossen hätten, wies Koumoutsakos zurück.

Die Türkei, so der Politiker weiter, sei „kein demokratischer Staat wie Griechenland“. Man habe es mit einem „autokratischen System zu tun, in dem viele kritische Journalisten im Gefängnis sitzen“. Die Regierung könne „also einfach behaupten, was sie will“.

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