Gestein aus Bayern soll bei Suche nach Leben auf dem Mars helfen


Vor einem halben Jahrhundert kamen NASA-Astronauten zur Vorbereitung von Mond-Missionen nach Bayern. Nun soll Rieskrater wieder bei einer All-Mission helfen.

heise online

(Bild: NASA/JPL)

Gesteinsproben aus Bayern sollen der US-Raumfahrtbehörde Nasa bei der Suche nach möglichem Leben auf dem Mars helfen. Im Rahmen einer Untersuchung haben Wissenschaftler Proben aus der Gegend um das schwäbische Nördlingen (Landkreis Donau-Ries) analysiert, um dadurch Daten für eine Mars-Mission zu bekommen. „Im Sommer schickt die NASA einen unbemannten Rover zum Mars„, erklärte Roland Eichhorn, der Leiter des Geologischen Dienstes am Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU). „Das Ries ist quasi das irdische Testfeld für die Entscheidung, wo es sich lohnt, nach Leben zu suchen.“

Hintergrund ist, dass vor rund 15 Millionen Jahren durch den Einschlag eines ein Kilometer großen Asteroiden im heutigen Bayern ein gigantischer Krater entstanden ist. Die dadurch geformte Landschaft soll Rückschlüsse auf den Mars zulassen. Forscher des LfU, aus Göttingen, den USA und Großbritannien haben für ihre Studie daher Gesteinsproben verwendet, die 1973 bei Bohrungen im Raum Nördlingen gewonnen wurden und nun im Archiv der Landesgeologen in Hof in Oberfranken lagern.

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