Studie zu Antikhandel: Nur zwei Prozent sind legal


Ein Großteil der im deutschen Kunsthandel angebotenen antiken Kulturgüter aus Ländern wie Syrien und dem Irak ist offenbar illegaler Herkunft. Erstmals haben Wissenschaftler Tausende Antiquitäten untersucht.

Volkmar Kabisch | tagesschau.de

Raubgut aus dem Irak(Archivbild)

Es ist eine besorgniserregend niedrige Zahl: Nur etwa zwei Prozent der in Deutschland gehandelten Antiken aus dem östlichen Mittelmeerraum haben eine legale Herkunft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des vom Bundesforschungsministerium geförderten Projektes ILLICID.

In dem weltweit ersten Projekt dieser Art hatten Wissenschaftler verschiedener Institutionen mehr als 6000 im deutschen Kunsthandel angebotener Objekte aus Ländern wie Syrien, dem Irak, der Türkei und Ägypten auf ihre Herkunft untersucht – darunter Köpfe antiker Statuen und Gefäßscherben.

Im Fokus: Antiquitäten aus Kriegsländern

Besonderes Augenmerk haben die Wissenschaftler auf Syrien und den Irak gelegt, in denen seit mehreren Jahren wegen des anhaltenden Bürgerkrieges illegale Ausgrabungen und Diebstähle aus Museen und Sammlungen stattfanden.

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