Welthungerhilfe zu Ostafrika: Heuschrecken könnten Jahre bleiben


Heuschreckenschwärme hinterlassen kahle Felder in Ostafrika: Die Welthungerhilfe befürchtet eine Hungerkrise in der Region. Entwicklungshilfeminister Müller sprach von der „größten Plage seit Jahrzehnten“.

tagesschau.de

Die deutsche Welthungerhilfe warnt vor gravierenden Folgen der Heuschreckenplage in Afrika. „Die Sorge ist, dass die Entwicklungsarbeit von Jahren zunichte gemacht werden“, sagte die Präsidentin Marlehn Thieme der Nachrichtenagentur dpa. „Ob die Vorbereitungen ausreichen, den ‚Worst case‘ tatsächlich zu bewältigen, das muss man bezweifeln.“

Zum schlimmsten möglichen Fall für das stark betroffene Kenia sagte Thieme: „Der ‚Worst case‘ wäre, dass sich die Heuschreckenschwärme in den fruchtbaren Teilen Kenias einnisten und dort zumindest für zwei, drei Jahre ihr Unwesen weiter treiben.“ Erst dann wären nach Thiemes Einschätzung genug Pestizide und Herbizide versprüht worden, um der Plage Herr zu werden: „Aber die Kosten werden immens sein. Und in der Zeit wird man große Teile Kenias, die von Mangel- oder Fehlernährung bis hin zu Hunger betroffen sind, mit internationaler Hilfe versorgen müssen.“

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