Kugelfisch-Gift aus dem Labor


Ersatz für Opioide: Das Nervengift von Kugelfischen ist eine potenzielle Alternative zu gängigen Opioid-Schmerzmitteln. Forscher haben nun einen neuen Weg gefunden, wie sich das sogenannte Tetrodotoxin künstlich im Labor herstellen lässt. Ihr Synthese-Verfahren könnte den Weg für eine industrielle Herstellung des hochgiftigen Stoffs ebnen – und damit neue Möglichkeiten für Forschung und Arzneimittelproduktion eröffnen.

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Igel- und Kugelfische produzieren das Nervengift Tetrodotoxin – Forscher haben den Naturstoff nun im Labor synthetisiert. © stephankerkhofs/ istock

Kugelfisch gilt in Japan als besondere Delikatesse, doch eine Fugu-Mahlzeit ist immer auch mit einem gewissen Nervenkitzel verbunden. Denn wird der Fisch falsch zubereitet, kann das böse Folgen haben. Der Grund: Der Meeresbewohner enthält das potente Nervengift Tetrodotoxin (TTX) – einen Stoff, der schwere Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod verursachen kann. Schon ein bis zwei Milligramm reichen aus, um einen erwachsenen Menschen ins Jenseits zu befördern.

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