Merkel über Migrationskrise: „2020 ist nicht 2015“


Deutschland fühle sich mit dafür verantwortlich, dass Flüchtlingskindern in griechischen Lagern geholfen werde, sagt Angela Merkel in Berlin. Zustände wie vor fünf Jahren dürfe es in der aktuellen Migrationskrise aber nicht geben.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will in der aktuellen Migrationskrise Zustände wie vor fünf Jahren vermeiden. „2020 ist nicht 2015“, sagte Merkel am Montag bei einem deutsch-griechischen Wirtschaftsforum in Berlin. Die Bürger könnten erwarten, dass es die Politik schaffe, Flucht und Migration zu ordnen, zu steuern und zu verringern. Dies sei das Ziel vieler Gespräche, die sie seit 2015 geführt habe und die sie aktuell in diesen Tagen führe.

Merkel nannte das Vorgehen der Türkei an der Grenze zu Griechenland „inakzeptabel“. Bei allem Verständnis für die große Last der Türkei, die 3,6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen habe, könne diese kein Verständnis erwarten, wenn sie eigene Probleme auf dem „Rücken“ von Flüchtlingen zu lösen versuche – die dann an der Grenze in einer Sackgasse landeten. Sie setze sich aber dafür ein, das EU-Türkei-Abkommen in eine neue Stufe zu überführen, sagte Merkel.

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