„Wort zum Sonntag“ zur Flüchtlingspolitik sorgt für Diskussionen: Heftige Kritik am Verhalten der EU-Staaten


Mit ihrer Kritik an der europäischen Flüchtlingspolitik sorgt „Wort zum Sonntag“-Sprecherin Annette Behnken für Diskussionen im Netz. Die Reaktionen auf den Beitrag reichen von begeisterter Zustimmung bis zu massiver Ablehnung.

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Logo Wort zum Sonntag (ARD) © Matthias Greve (KNA)

Die evangelische Pastorin machte in der vierminütigen am Samstagabend in der ARD ausgestrahlten Sendung die EU-Länder für die Situation der Flüchtlinge in Griechenland und der Türkei verantwortlich. Dort würden grundlegende Werte wie Menschenrechte und Menschlichkeit verkauft. Die EU zahle 700 Millionen Euro Soforthilfe, „um uns Menschen in Not vom Hals zu halten“, kritisierte Behnken und fügte hinzu: „Mit Verlaub: Ich könnte kotzen.“

Weiter sagte die Studienleiterin an der Evangelischen Akademie Loccum: „Wir müssen die Parlamente stürmen, in denen Neofaschisten sitzen und uns in Schreckstarre verfallen lassen, genauso wie das Coronavirus.“ Mit Verweis auf biblische Texte forderte sie Barmherzigkeit und nannte als positives Beispiel das von der evangelischen Kirche initiierte Flüchtlingsschiff, das derzeit für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer vorbereitet wird. „Das legt den Finger so richtig in die Wunde.“

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