Plastikmüll: Wissenschafter fordern grundlegenden Systemwandel


Freiwillige Maßnahmen und Marktmechanismen können das globale Plastikproblem nicht lösen, sagen Experten der europäischen Akademien der Wissenschaften

DERSTANDARD

360 Millionen Tonnen Kunststoff wurden im Jahr 2018 produziert. Erhebliche Teile davon landen in der Umwelt.
Foto: imago/Gerhard Leber

Wissenschafter halten die Bemühungen zur Lösung der des globalen Plastikmüllproblems für „unwirksam und irreführend“. Freiwillige Maßnahmen und Marktmechanismen würden nicht ausreichen, um Krise anzugehen. Ein grundlegender Systemwandel sei notwendig, heißt es in einem Bericht der Dachorganisation der nationalen Wissenschaftsakademien in der EU.

Für den am Dienstag veröffentlichten Bericht „Verpackungskunststoffe in der Kreislaufwirtschaft“ haben Wissenschafter aus 28 europäischen Ländern zusammengearbeitet, um die gesamte Kunststoffwertschöpfungskette zu untersuchen. Sie verweisen in der Arbeit auf die Diskrepanz von einerseits Millionen Tonnen von Kunststoffabfällen, die in der Umwelt landen, und andererseits einer gleichzeitigen Zunahme der Verwendung von Plastik.

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