Religiotie: Christlicher Aktivist fährt «Atomrakete» spazieren


Auf der Schweizer Autobahn wurde ein Fahrzeug gesichtet, das die Attrappe einer Atomrakete transportierte. Darf man mit so etwas herumfahren?

L’essentiel

Bild: Twitter @touni

Manch ein Autofahrer auf der Schweizer Autobahn A1 dürfte am Samstagnachmittag kurz geschluckt haben: In Richtung Bern war ein beigefarbener Mercedes Kombi unterwegs, der die Attrappe eines nuklearen Marschflugkörpers hinter sich herzog. An der Heckscheibe und am Anhänger prangten Botschaften, die einem das Christentum nicht gerade auf die sanfte Art schmackhaft machen wollen, etwa: «Wer Jesus ignoriert, ist im Krieg mit Gott.»

Auf Twitter, wo ein Foto der bizarren Fahrzeugkombination kursiert, überbieten sich die User gegenseitig mit spöttischen Kommentaren und Wortspielen. «Jesus hat viele Anhänger», witzelt einer. Andere fragen sich, ob der Sohn Gottes «aus dem Atomwaffenvertrag NPT ausgestiegen» sei oder ob es sich um die «schweizerische Version vom Straßenkarneval» handle. Nicht allen Kommentatoren ist aber nach Scherzen zumute. Einige fragen sich: Darf man mit einer Raketenattrappe auf offener Straße herumkurven? An der ein Warnhinweis für Radioaktivität haftet? Begleitet von religiös-militanten Parolen?

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