Tage der Dinosaurier waren 30 Minuten kürzer


Schnellere Rotation: In der Ära der Dinosaurier drehte sich die Erde schneller als heute – ein Tag dauerte damals nur 23 Stunden und 31 Minuten, wie Wachstumsringe in fossilen Muschelschalen belegen. Ein Jahr umfasste vor 70 Millionen Jahren dadurch nicht 365, sondern 372 Tage. Ursache dafür ist der Mond, der im Laufe der Zeit die Rotation unseres Planeten immer weiter abbremst. Die kreidezeitliche Muschel hilft nun dabei, diesen Effekt für die Vergangenheit zu rekonstruieren.

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In der Kreidezeit war der Tag nur 23 Stunden und 31 MInunten lang, wie nun fossile Muschelschalen verraten. © Xubingruo/ iStock

Unsere Tage haben heute 24 Stunden, diese Zeitspanne entspricht einer Drehung unseres Planeten um sich selbst. Doch die Erdrotation hat sich im Laufe der Erdgeschichte verändert – und tut dies heute noch. Weil sich die Erddrehung allmählich verlangsamt, verlängern sich unsere Tage pro Jahrhundert um rund 1,78 Millisekunden. Unter anderem deshalb wird in bestimmten Jahren  eine Schaltsekunde eingelegt wie zuletzt im Jahr 2016 der Fall.

Wie lang waren die Tage früher?

Ursache für die langsamer werdende Erdrotation sind neben Erdbeben, Prozessen im Erdkern und der Eisschmelze vor allem die Gezeitenkräfte zwischen Erde und Mond: Weil sich beide Himmelskörper gegenseitig mit ihrer Schwerkraft beeinflussen, übt der Mond eine bremsende Wirkung auf die Erddrehung aus. Er selbst wird dadurch in seiner Bahn beschleunigt und bewegt sich dadurch pro Jahr 3,82 Zentimeter weiter von der Erde weg. So weit so bekannt.

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