Konzept der Anonymen Alkoholiker funktioniert


Für Alkoholiker ist der Weg aus der Sucht schwer – viele kämpfen ihr Leben lang gegen das Trinken. Deshalb haben nun Forscher im Rahmen einer Cochrane-Metastudie untersucht, wie effektiv verschiedene Methoden auf dem Weg zur Abstinenz sind. Im Fokus stand dabei die Frage, wie gut das Konzept der Anonymen Alkoholiker (AA) gegenüber klassischen Therapieformen abschneidet. Die Studie ergab: Das Zwölf-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker und ihr System der Selbsthilfegruppen verhilft mehr Teilnehmern zu einer anhaltenden Abstinenz als andere Therapieformen, in Bezug auf andere Parameter ist es mindestens gleich gut.

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Trocken zu bleiben ist für viele Alkoholiker schwer. (Bild: Brian Jackson/ iStock)

Der Ursprung der Anonymen Alkoholiker liegt in der US-Stadt Akron im Jahr 1935. Damals suchten zwei Männer nach dem besten Weg, ihre Alkoholsucht zu überwinden und gründeten die erste Selbsthilfegruppe. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus das Konzept der regelmäßigen, von Laien geleiteten und organisierten Treffen und das Programm der zwölf Schritte. Am Anfang steht dabei die Einsicht, dass man sein Trinken nicht mehr allein kontrollieren kann, das Eingeständnis seiner Sucht gegenüber anderen und die Bereitschaft, suchtfördernde Verhaltensweisen zu ändern. Ebenfalls Teil des Programms ist die Betreuung neuer Teilnehmer durch schon länger trockene Paten. Inzwischen existieren weltweit mehr als 118.000 AA-Gruppen mit zusammen mehr als zwei Millionen Mitgliedern.

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