Skurril: Schleimpilz hilft bei Kosmos-Simulation


Überraschende Parallelen: Astronomen haben das Netzwerk eines Schleimpilzes zu Hilfe genommen, um die großräumige Struktur kosmischer Gase zu enträtseln. Das Pilznetz diente dabei als Ausgangspunkt für ein Modell, das die mögliche Verteilung der Gasfilamente simulierte. Der Clou dabei: Dieses Pilzmodell erwies sich als überraschend treffgenau. Dort, wo es primordiale Gase vorhersagte, wurden die Astronomen tatsächlich fündig.

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Diese Simulation zeigt die Verteilung kosmischer Gasfilamente auf Basis der Verteilung von 37.000 Galaxien – und einem Schleimpilz-Modell. © NASA, ESA, and J. Burchett and O. Elek (UC Santa Cruz)

Sterne, Galaxien und Galaxienhaufen sind im Kosmos nicht zufällig verteilt: Sie liegen vorwiegend an den Knotenpunkten eines gewaltigen Netzwerks aus Dunkler Materie und primordialen Gasen. Diese primordialen Gasfilamente sind der Rohstoff für neue Sternbildung und prägen gleichzeitig die großräumige Verteilung der Materie im Universum. In ihnen könnte sich zudem das „fehlende Drittel“ an normaler Materie verstecken, das Astrophysiker seit langem suchen.

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