Das neue Coronavirus nistet auch auf Oberflächen


Lange Zeit war unklar, wie lange sich der Erreger Sars-CoV-2 auf Türklinken und anderen Gegenständen hält. Amerikanische Forscher haben es untersucht. Auch nach drei Tagen konnten sie noch Viren nachweisen.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Auf Oberflächen aus Plastik und rostfreiem Stahl liessen sich die neuen Coronaviren bis zu 72 Stunden nachweisen. Shamil Zhumatov / Reuters

In letzter Zeit lassen sich in der Öffentlichkeit seltsame Verhaltensweisen beobachten. Der Türöffner wird nicht mehr mit dem Finger betätigt, sondern mit dem Ellbogen. Und beim Griff zur Türklinke zieht mancher vorher den Pullover über die Hand. Fast instinktiv meiden wir den direkten Kontakt mit Oberflächen, aus Angst, wir könnten uns mit dem Coronavirus infizieren. Wie berechtigt diese Angst ist, haben nun Wissenschafter des National Institutes of Health und anderer amerikanischer Institutionen überprüft.

Typischerweise wird Covid-19 durch Tröpfcheninfektion übertragen. Hustet oder niest eine erkrankte Person, so gelangen die im Rachenraum nistenden Coronaviren mit kleinen Tröpfchen in die Umwelt und können von einer Person aufgenommen werden, die sich zufälligerweise in der Nähe befindet. Abstandhalten ist die sicherste Methode, um das zu verhindern.

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