Griffig auf jeder Oberfläche


Von rau über glatt bis glitschig – manche Tiere schaffen es, sich an sehr unterschiedlichen Oberflächen festzuhalten. Die dafür verantwortlichen Strukturen haben sich deutsche Bioniker nun erneut zum Vorbild genommen: Inspiriert von Heuschreckenfüßen haben sie ein Granulat-Kissen entwickelt, das auf sehr unterschiedlichen Untergründen Halt verschaffen kann. Das Konzept nutzt den Effekt des der sogenannten „Jamming transition“ und scheint genial simpel: Bei dem Prototyp handelt es sich um eine weiche Silikonhülle, die mit Kaffeesatz gefüllt ist.

wissenschaft.de

Nach leichtem Druck lässt es sich nicht mehr verschieben: Das Kaffeesatz gefüllte Silikonkissen sorgt auf vielen verschiedenen Oberflächenstrukturen für starken Halt. (Bild: Siekmann, CAU)

Geckofuß, Spinnenbein oder Schneckenschleim – die Natur hat raffinierte Systeme hervorgebracht, die Tieren erstaunlich wirkende Fähigkeiten bei der Fortbewegung auf verschiedenen Oberflächen verleihen. Schon lange versuchen Forscher die biologischen Systeme und Strukturen technisch nachzubilden, um sie für den Menschen nutzbar zu machen. In einigen Fällen ist die Umsetzung zumindest teilweise geglückt. Doch ein Aspekt der tierischen Vorbilder lässt sich oft nur schwer umsetzten: Technische Systeme sind meist wenig flexibel. Sie werden in der Regel gezielt für spezifische Untergründe entwickelt – sie stellen kaum Allround-Lösungen dar. Einige Konzepte sind zudem recht kompliziert und teuer.

weiterlesen