Fein abgestimmter Kreationisten Quark


Wenn Film und Literatur die Vergangenheit verklären, dann ist das Klischee der wissenschaftsfeindlichen Kirche nicht fern. Abergläubische Priester postulieren eine Scheibenwelt, mittelalterliche Kuttenträger verhindern das Licht der Aufklärung. Kaum ein Hollywoodstreifen, der in historischer Rückschau keinen Gegensatz zwischen Naturwissenschaft und Glauben aufbaut.

Marco Gallina | Die Tagespost

Sie postulieren zugleich eine weitere Botschaft: Ein vernünftiger Mensch, der an die Naturgesetze glaubt, kann kaum mit dem christlichen Glauben liebäugeln. Der Prototyp des modernen Naturwissenschaftlers muss Atheist sein.

Stephen M. Barr ist die lebendige Gegenthese. Der Professor von der Universität Delaware lehrt Astronomie und Physik, forscht im Feld der großen vereinheitlichten Theorie – und ist praktizierender Katholik. „Die Physik gibt uns ein wundervolles, kohärentes Bild der physischen Welt, der Welt wahrnehmbarer und messbarer Dinge. Der katholische Glaube gibt uns einen wundervollen, kohärenten Blick auf die Wirklichkeit als Ganzes“, fasst Barr zusammen. „Wissenschaft basiert auf dem Glauben an die Macht der menschlichen Vernunft, um die Welt zu verstehen. Der katholische Glaube sagt uns, dass die Welt das Produkt ewiger Vernunft ist, dem Logos Gottes.“

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