Ist Ibuprofen tatsächlich gefährlich für Coronavirus-Infizierte?


Auf WhatsApp kursieren Nachrichten zu einem möglichen Zusammenhang zwischen Ibuprofen und der Schwere einer Covid-19-Erkrankung. Die Unikliniken in Wien sprechen von „Fake News“. Doch auch der französische Gesundheitsminister warnt vor dem Medikament.

Benedikt Fuest, Sebastian Gubernator, Pia Heinemann | WELT

Die Sprachnachricht, die sich gerade per WhatsApp verbreitet, dauert eine Minute und 41 Sekunden. Eine Frau ist zu hören; sie habe, behauptet sie, mit einer Freundin telefoniert, die an der Wiener Uniklinik arbeite. Dort habe man „mal so ein bisschen Forschung“ betrieben zu der Frage, warum das Virus in Italien häufig so schwere Folgen habe.

„Die haben festgestellt“, sagt die Frau, „dass die Leute, die mit diesen schweren Symptomen in die Klinik eingeliefert wurden, mehr oder weniger alle daheim Ibuprofen vorher genommen hatten.“ Weiter heißt es, „die“ im Labor hätten Hinweise darauf gefunden, dass Ibuprofen die Vermehrung des Virus beschleunige. Deshalb würden Ärzte der Uniklinik davon abraten, Ibuprofen zu nehmen; stattdessen solle man zu anderen schmerzlindernden Medikamenten greifen. Die Absenderin bittet darum, die Nachricht weiterzuverbreiten.

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