Auch Auschwitz Komitee kritisiert US-TV-Serie „Hunters“


Sollte die „Fiktionalisierung so unter keinen Umständen angehen“. Hollywood-Star Al Pacino als Anführer einer Nazijägereinheit

DERSTANDARD

Machen als Jonah Heidelbaum und Meyer Offerman im New York der 1970er-Jahre Jagd auf Nazis: Logan Lerman (links) und Al Pacino in der Amazon-Serie „Hunters“. Foto: Christopher Saunders/Amazon

Das Internationale Auschwitz Komitee kritisiert die Umsetzung der US-TV-Serie „Hunters“. Für Auschwitz-Überlebende sei es ein verstörendes Beispiel dafür, wie man „die Fiktionalisierung von Auschwitz unter keinen Umständen angehen“ sollte, sagte der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, laut Kathpress der „Bild“-Zeitung am Samstag. Die Serie ertrinke in Klischees.

Heubners Ansicht nach misslingt der Versuch, „die mörderische Grausamkeit von Auschwitz in heutige Brutalo-Klischees umzuwandeln“. Auschwitz-Überlebende wollten, dass ihre Leidensgeschichte und die Leidensgeschichte ihrer Familien erzählt werden. „Wenn diese Geschichten filmisch aufgenommen werden, hoffen sie, dass den Zuschauern auch deutlich wird, wo die Wurzeln des Antisemitismus zu finden sind, der sie zu Opfern gemacht hat“, begründete Heubner seine Kritik an der Serie des Streamingdienstes Amazon.

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