Echte Gedankensteuerung für Prothesen


Bisher ließen sich Nervensignale nicht in voller Stärke nutzen, wodurch Prothesen langsamer reagierten. Signalverstärker und KI sorgen für Beschleunigung.

Veronika Szentpetery-Kessler | heise online

(Bild: Evan Dougherty | University of Michigan Engineering)

Forscher von der University of Michigan ist es mit Kooperationspartnern gelungen, echten gedankengesteuerten Prothesen einen großen Schritt näher zu kommen. Das schreibt Technology Review online in „Handprothese reagiert ohne Verzögerung„. „Als wir [das System] zum ersten Mal einschalteten, funktionierte es sofort“, erzählt Biomechaniker Paul Cederna, der die Studie mitgeleitet hat. „Es gab keine Verzögerung zwischen Denken und Bewegung.“ Wie die Forscher im Fachjournal ScienceTranslational Medicine schreiben, erhielten vier Probanden in Echtzeit eine so gute feinmotorische Kontrolle über ihre Prothese, dass sie mit ihr kleine Bauklötzchen und Getränkedosen aufheben sowie Papier-Stein-Schere spielen konnten.

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