Qumran-Fragmente erweisen sich als Fälschungen


Wie viel Geld Steve Green wirklich für die Textstücke bezahlt hat, ist nicht bekannt. Doch es wird eine Summe in Millionenhöhe gewesen sein. Denn die 2002 auf den Markt gelangten Fragmente waren sehr begehrt – trotz großer Zweifel an ihrer Echtheit.

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Alle 16 Fragmente der Qumran-Schriftrollen im Washingtoner „Museum of the Bible“ sind gefälscht. Das hat eine Untersuchung im Auftrag des Museums ergeben. Laut der Kunstexpertin Colette Loll würde alles darauf hindeuten, dass sie „im 20. Jahrhundert mit der Absicht geschaffen wurden, authentische Fragmente der Schriftrollen vom Toten Meer zu imitieren“, berichtet die britische Tageszeitung „The Guardian“ am Montag. Im Jahr 2018 hatte eine Analyse durch die deutsche Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) bereits die Authentizität von fünf Fragmenten der Sammlung widerlegt.

Zwischen 1947 und 1956 waren in Höhlen nahe den Ruinen der antiken Siedlung Khirbet Qumran im Westjordanland Schriftrollen gefunden worden. Die authentischen „Schriftrollen vom Toten Meer“ oder auch „Qumran-Schriftrollen“ entstanden zwischen 250 vor und 40 nach Christus und enthalten die ältesten bekannten Aufzeichnungen der Texte des Alten Testaments.

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