Eisschwund an den Polen prägt Tropenwetter


Was an den kalten „Enden“ der Welt passiert, kann sich deutlich in ihrer heißen Mitte auswirken, sagen Forscher: Die Eisverluste in der Arktis und in der Antarktis werden gemeinsam zu einer erheblichen Klimaveränderung im Tropengürtel der Erde beitragen, geht aus ihren Modellberechnungen hervor. Demnach ist der prognostizierte Eisschwund an beiden Polen mit einer Erwärmung der tropischen Ozeane verknüpft sowie mit mehr Regen und stärkeren Winden.

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Die Eisverluste sind dramatisch: In den letzten vier Jahrzehnten schrumpfte das arktische Meereis im Sommerhalbjahr auf eine immer kleinere Fläche – seit 1979 hat sie sich fast halbiert. Am anderen Pol zeichnet sich mittlerweile ebenfalls ein deutlicher Schwund ab: Zwischen 2017 und 2018 stellten Forscher Rekordwerte beim jährlichen Minimum der Eisbedeckung fest. Bei einer weiteren Entwicklung mit anhaltend hohen Treibhausgasemissionen sagen Modelle voraus, dass der erste eisfreie Sommer in der Arktis Mitte dieses Jahrhunderts kommen wird und die Antarktis bis 2100 möglicherweise die Hälfte ihrer Meereisbedeckung verlieren wird.

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