GEMA zeigt sich kulant bei Gottesdienst-Streaming


In Gottesdiensten gilt ein Pauschalvertrag für die Musik: Die Komponisten müssen nicht eigens bezahlt werden. Doch Livestreams sind dabei eigentlich nicht abgedeckt – die Verwertungsgesellschaft GEMA zeigt sich nun während der Corona-Krise kulant.

katholisch.de

Ausnahmsweise deckt der Rahmenvertrag der Kirchen mit der GEMA auch das Livestreaming und den Download von aufgezeichneten Gottesdiensten ab. Wie eine Sprecherin der Verwertungsgesellschaft gegenüber katholisch.de erklärte, werde diese Regelung auf Grundlage von Kulanz „für die Corona-Krisenzeit“ gelten.

Diese Regelung werde von der GEMA für alle Veranstalter mit bestehenden Pauschalverträgen, also nicht nur die katholische und die evangelische Kirche, sondern zum Beispiel auch für Tanzschulen, angewandt. In der Corona-Krise gelte, dass Veranstaltungen, die aufgrund des Infektionsschutzes abgesagt werden müssen, stattdessen auch im Rahmen des bestehenden Vertrages übertragen werden dürften. Die Livestreams gelten dann als „Substitut der vertraglich geregelten Veranstaltung“. Eine separate Lizenzierung des Livestreams sei nicht notwendig, auch dann nicht, wenn der Gottesdienst zum Download angeboten werde.

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