„Nero-Befehl“ 1945: So wollte Hitler Deutschland zerstören


„Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein“: Am 19. März 1945 gab Hitler die berüchtigte Weisung, die als „Nero-Befehl“ bekannt wurde. Ausgerechnet NS-Rüstungsdminister Albert Speer verhinderte die Umsetzung.

Sven Felix Kellerhoff | WELT

Ein US-Soldat im März 1945 in Köln Quelle: picture-alliance / akg-images

Köln war besetzt, der Rheinübergang erzwungen: Im Frühjahr 1945 rückten britische und amerikanische Truppen immer weiter nach Osten vor. Deutschland wurde jetzt selbst zum Schlachtfeld. Der Zweite Weltkrieg in Europa ging absehbar seinem Ende entgegen, jeder weitere Tag Kämpfe forderte mehr Verluste, zerstörte mehr Gebäude.

In dieser Situation erteilte Hitler am 19. März 1945 im Führerbunker in Berlin einen folgenschweren Befehl: „Es ist ein Irrtum zu glauben, nicht zerstörte oder nur kurzfristig gelähmte Verkehrs-, Nachrichten-, Industrie- und Versorgungsanlagen bei der Rückgewinnung verlorener Gebiete für eigene Zwecke wieder in Betrieb nehmen zu können.“

Immer noch und gegen jede Evidenz hielt der Diktator die Illusion einer „Kriegswende“ aufrecht: „Der Feind wird bei seinem Rückzug uns nur eine verbrannte Erde zurücklassen und jede Rücksichtnahme auf die Bevölkerung fallen lassen.“

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