NRW-AfD fordert Auflösung des „Flügels“


Sämtliche Zusammenkünfte des „Flügels“ müssten untersagt werden und seine Anhänger sich unterordnen, heißt es in einem Brief der NRW-AfD an die Parteiführung. Damit könne die Austrittswelle gestoppt werden.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen AfD Rüdiger Lucassen im Oktober 2019 in Kalkar Bild: dpa

Der Landesvorstand der AfD in Nordrhein-Westfalen dringt auf eine Auflösung des vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften „Flügels“. Diese und weitere Maßnahmen seien geeignet, „wieder Ruhe in unsere Partei einkehren zu lassen und die bereits begonnene Austrittswelle zu stoppen“, heißt es in einem Brief, den der Landesvorsitzende Rüdiger Lucassen am Mittwoch an die beiden Parteichefs, Jörg Meuthen und Tino Chrupalla, schickte.

In dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordert Lucassen den Bundesvorstand außerdem auf, Veranstaltungen, Auftritte und andere Zusammenkünfte von AfD-Mitgliedern unter der Bezeichnung „Flügel“ zu verbieten. Die Protagonisten des „Flügels“ hätten sich zudem „vorbehaltlos in Diktion und Duktus den Zielen und der Programmatik der AfD unterzuordnen“.

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