Seehofer verbietet Reichsbürger-Gruppe – Razzien in zehn Ländern


Bundesinnenminister Horst Seehofer hat erstmals eine Reichsbürger-Gruppierung verboten. In zehn Bundesländern durchsuchten Polizeibeamte am Donnerstagmorgen Wohnungen führender Mitglieder des Vereins.

WELT

Im Visier der Polizei steht der Verein „Geeinte deutsche Völker und Stämme“ und seiner Teilorganisation Quelle: dpa

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat erstmals eine Reichsbürger-Gruppierung bundesweit verboten. Polizeibeamte durchsuchten am Donnerstag in den frühen Morgenstunden die Wohnungen führender Mitglieder des Vereins „Geeinte deutsche Völker und Stämme“ und seiner Teilorganisation „Osnabrücker Landmark“ in zehn Bundesländern. „Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus werden auch in Krisenzeiten unerbittlich bekämpft“, schrieb der Sprecher des Ministeriums, Steve Alter, im Kurznachrichtendienst Twitter.

Die Mitglieder des Vereins „bringen durch Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus ihre Intoleranz gegenüber der Demokratie deutlich zum Ausdruck“, hieß es aus dem Bundesinnenministerium. In den vergangenen Jahren sei die Gruppierung unter anderem durch „verbalaggressive Schreiben“ aufgefallen. Darin sei den Adressaten „Inhaftierung“ und „Sippenhaft“ angedroht worden.

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