Hirndoping: Wie Ritalin in unserem Gehirn wirkt


Pharmakologischer Motivationsschub: Forscher haben herausgefunden, wie Ritalin im Gehirn wirkt – das Medikament, das häufig ADHS-Patienten verschrieben, aber auch zum Hirndoping missbraucht wird. Demnach steigert der Wirkstoff nicht direkt die kognitive Leistungsfähigkeit. Aber er erhöht den Dopaminspiegel und das verändert die Kosten-Nutzen-Kalkulation unseres Gehirns: Wir sind motivierter, uns geistig anzustrengen.

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„Hirndoping“ mittels Ritalin funktioniert anders als gedacht. © metamorworks/ istock

Patienten mit ADHS oder anderen kognitiven Störungen bekommen häufig den Wirkstoff Methylphendidat verschrieben. Das unter dem Namen Ritalin vermarktete Medikament soll ihnen unter anderem dabei helfen, sich besser konzentrieren zu können. Zunehmend nutzen aber auch völlig Gesunde dieses Mittel im Rahmen des „Hirndopings“, um ihr Gedächtnis oder allgemein ihre geistige Leistungsfähigkeit zu steigern.

Doch wie wirken solche Psychostimulanzien überhaupt? Bekannt ist, dass Ritalin und verwandte Medikamente tief in den Hirnstoffwechsel eingreifen. Sie hemmen die Wiederaufnahme von Neurotransmittern wie Dopamin – als Folge steigt die Konzentration dieser Botenstoffe im Gehirn.

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