Ausgangssperre zwingt Obdachlose in Spanien weg von der Straße

obdachlos in Mailand

In Spanien sind Obdachlose vom derzeit herrschenden Alarmzustand mit der Ausgangssperre nicht ausgeschlossen. Auf Hochdruck werden Provisorien geschaffen – auf unbestimmte Zeit.

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Obdachlose Frau © Arne Dedert (dpa)

Tetra-Paks mit Milch stehen im Vorraum, einige Helfer rundherum. Gerade bekommt die kommunale Pilgerherberge „Jesus und Maria“ in der Altstadt von Pamplona einen neuen Nutzungszweck. Wo bis Mitte März noch Pilger auf dem Jakobsweg übernachten konnten, bevor die Schließung durch die Corona-Pandemie verfügt wurde, bekommen nun Menschen ohne Wohnsitz ein Dach über dem Kopf. Denn auch sie sind von den behördlichen Bestimmungen betroffen. Spanien ist ein Land im Alarmzustand – und mit Ausgangssperre.

Wie schützen sich Obdachlose?

Niemand darf auf der Straße sein, es sei denn, man geht arbeiten, zum Arzt oder einkaufen. Obdachlose sind Sonderfälle, die in keine Schublade passen – aber in eine umfunktionierte Pilgerherberge. Wie lange die Quartiernahme hier sein wird? „So lange, wie diese Krise dauert“, sagt einer der Helfer und blickt ratlos drein.

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