Das Bestattungswesen in Zeiten der Pandemie


Gesundheitsbehörden rechnen ab April mit einer Eskalation wie in Italien oder Spanien. Es bleibt abzuwarten, ob das deutsche Gesundheitssystem zusammenbricht. Danach stellt sich die Frage, ob auch das deutsche Bestattungswesen zusammenbricht

Gerhard Piper | TELEPOLIS

Eigenlich war seit Mitte Januar 2020 international bekannt, dass in der Volksrepublik China wieder mal ein neuer Krankheitserreger vom Typ Corona aufgetaucht ist, der hochinfektiös ist, eine mitunter tödliche Krankheit auslöst und gegen den es keine antiviralen Medikamente und erst recht keinen Impfschutz gibt und in absehbarer Zeit nicht geben wird. Noch im Verlauf des Januars stellte sich zudem heraus, dass die Infizierten bereits während der Inkubationszeit infektiöse Ausscheider waren. Aber die WHO verpasste die Gelegenheit, durch sofortige Einstellung des internationalen Flugverkehrs mit China die Ausbreitung der Seuche auf das Ursprungsland zu begrenzen.

In Deutschland hatten die vermeintlichen wirtschaftlichen Interessen der Industrie und der Banken – wie üblich – Vorrang vor dem Schutz der Bevölkerung. So ließ die schwarz-rote Bundesregierung Wochen verstreichen, ohne dass man ernsthafte Maßnahmen ergriff: Die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) laberte davon, dass man „Maß und Mitte“ einhalten müsse, als ginge es um das Zuschneiden eines Hosenanzugs, der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) träumte davon, dass sein ohnehin überlastetes Gesundheitssystem gut aufgestellt sei, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ließ die Landesgrenzen offen und verzichtete auf medizinisch indizierte Einreisekontrollen an den internationalen Flughäfen und Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) unterließ es sträflich, Reiseverbote in Risikogebiete zu verhängen. So reisten Tausende dekadenter Bundesbürger in die Seuchengebiete nach Österreich und Italien, kehrten zurück und verseuchten im Heimatland mutwillig die einheimische Zivilbevölkerung.

Angesichts der Gefahr für den Bestand und die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland hat die Bundesregierung eine „Wunderwaffe“ parat – Händewaschen – und spricht mit ihrem Volk, wie mit kleinen Kindern. Außerdem empfiehlt die Bundeskanzlerin, man solle „soziale Kontakte“ vermeiden, was Angela Merkel selbst wohl nicht schwerfallen wird.

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