Ein krimineller Pfarrer, der selbst die Justiz zum Staunen brachte


So viel kriminelle Energie ist selbst für die Staatsanwaltschaft nicht alltäglich: Ein US-Priester stahl systematisch Spendengelder seiner Gemeinde und häufte skurrile Reichtümer an. Doch im Mai vergangenen Jahres war damit Schluss.

Gabriele Höfling | katholisch.de

Geldwäsche, Überweisungsbetrug, Geldschmuggelei, das Fälschen von Steuererklärungen: Mit solchen Delikten sollte ein Pfarrer eigentlich höchstens in der Beichte in Berührung kommen. Bei Marcin Stanislaw Garbacz war das anders. Ganz anders. Der frühere Priester der Diözese Rapid City in South Dakota in den USA wurde kürzlich von einem Gericht für all diese Vergehen in insgesamt 65 Fällen schuldig befunden.  

Wie bei Indiana Jones

Die kriminelle Energie des Kirchenmanns ist auch für die Justiz nicht alltäglich. Das Diebesgut, das Garbacz angehäuft habe, erinnere ihn an die Schätze des Indiana Jones-Films „Jäger des verlorenen Schatzes“, sagte der zuständige Staatsanwalt Ron Parsons. Nach seinen Angaben hat der Geistliche unter anderem mehr als ein Dutzend vergoldete Kelche, zahlreiche Bronzestatuen, einen Diamant-Ring im Wert von rund 9.000 Euro und Füller von Montblanc angehäuft.

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