Ein ungewöhnlicher Exot mit bewegter Vergangenheit


Astronomen stehen vor einem Rätsel: Sie haben in 150 Millionen Lichtjahren Entfernung einen Weißen Zwerg entdeckt, dessen Masse und Alter nicht zusammenpassen.

Jan Hattenbach | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die verschmelzenden Weißen Zwerge als Artemis Impression Bild: Mark A. Garlick, University of Warwick

Eine Kurzbeschreibung des Sterns WD J0551+4135 könnte etwa so aussehen: äußerst beweglich, trotz Übergewichts und hohen Alters. Für einen Weißen Zwerg ist das eine ungewöhnliche Kombination, wie Mark Hollands von der Universität Warwick in England und seine Kollegen feststellten. Die Astronomen hatten den 150 Lichtjahre von der Erde entfernten Exoten mit dem europäischen Satelliten Gaia aufgespürt und anschließend mit erdgebundenen Teleskopen genauer unter die Lupe genommen.

Besonders wunderten sie sich über die chemische Zusammensetzung seiner Atmosphäre, die überhaupt nicht in das gängige Bild eines Weißen Zwergs passt. Sehr wahrscheinlich ist WD J0551+4135 das Ergebnis einer ungewöhnlichen Verschmelzung, so spekulieren die Forscher in ihrer in der Zeitschrift „Nature Astronomy“ veröffentlichten Arbeit.

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