Schattenseiten einer Lichtgestalt – "Jesus ohne Kitsch


Die Bibel verrät manch Unvorteilhaftes über den Messias der Christen, wie dieses Buch herausarbeitet.

Julia Schulz | Spektrum

Heinz-Werner Kubitza, ein aus der Kirche ausgetretener promovierter Theologe und Gründer des Verlags »Tectum«, hat sich schon mehrfach religions- und kirchenkritisch geäußert – etwa in Publikationen wie »Der Jesuswahn« (2011) und »Der Glaubenswahn« (2017).

Nun legt er ein neues Buch vor, in dem er sich erneut mit dem Christentum und der Kritik daran beschäftigt. Das Werk mit dem Titel »Jesus ohne Kitsch« versteht sich als Auseinandersetzung mit Jesus von Nazareth und dessen Idealisierung als vermeintliches Vorbild seitens der christlichen Kirche und Anhängern des Christentums. Der »wohl am meisten überschätzten Figur der Weltgeschichte« (Kubitza) begegnet der Autor, indem er Bibelstellen aus dem Neuen Testament zitiert, die Irrwege und Widersprüche in Jesus‘ Handeln aufzeigen. Das Ganze soll dazu dienen, das allzu verkitschte Bild des »Heilsbringers« zurechtzurücken, ihn gar als Kunstprodukt menschlicher Projektionen zu entlarven – obgleich Kubitza davon ausgeht, Jesus habe als historische Person real existiert.

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