Drosten und Fußball-Zukunft: „Diese Zuspitzung ist mir peinlich. Ich bin schockiert“


Wann gibt es wieder Fußballspiele mit Zuschauern in Deutschland? In einem Interview malt Virologe Christian Drosten angeblich ein düsteres Szenario. Nun wehrt er sich gegen die Darstellung seiner Aussagen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Diese Zuspitzung und Selbstverkürzung durch den Stern ist mir peinlich und entspricht nicht dem Zusammenhang des Interviews“: Christian Drosten Bild: AFP

Virologe Christian Drosten hat sich von einem Teil des Berichts im Nachrichtenmagazin „Stern“ distanziert. „Diese Zuspitzung und Selbstverkürzung durch den Stern ist mir peinlich und entspricht nicht dem Zusammenhang des Interviews. Ich bin schockiert“, schrieb er am Sonntagabend auf Twitter.

Zuvor hatte es geheißen, dass für den deutschen Profifußball ein Albtraum wahr werden könnte. Drosten prophezeite demnach angesichts der Coronakrise ein Schreckensszenario mit Geisterspielen über viele Monate. „Ich glaube überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig. Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben“, sagte Drosten dem „Stern“.

Das würde bedeuten, dass die Bundesliga erst im März 2021 wieder mit Zuschauer spielen kann. Der Spielbetrieb im deutschen Oberhaus ruht aktuell bis 2. April 2020, in der kommenden Woche soll über eine möglicherweise längere Pause beraten werden. Drosten erwartet in Sachen Freizeitaktivitäten wie dem Fußball auf absehbare Zeit keine Rückkehr zur Normalität in öffentlichen Einrichtungen.

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