München: Ein Imageproblem? Hunderte kirchliche Stellen fallen weg


In den großen Kirchen in Bayern werden in den kommenden Jahren Hunderte Stellen in der Seelsorge wegfallen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den katholischen Bistümern im Freistaat und der evangelischen Landeskirche. Der Rückgang betrifft dabei nicht nur den bekannten Priestermangel. Auch Gemeinde- und Pastoralreferenten werden knapp.

Süddeutsche Zeitung

Im größten katholischen Bistum in Bayern, dem Erzbistum München und Freising, fallen bis 2030 schon Hunderte Stellen weg, Dutzende im Erzbistum Bamberg. Das Bistum Würzburg rechnet in den kommenden zehn Jahren mit einem Rückgang des „pastoralen Personals“, zu dem neben Priestern auch Diakone sowie Gemeinde- und Personalreferenten gehören, um bis zu 30 Prozent. Im Bistum Passau geht die Zahl nach Angaben eines Sprechers nur „leicht“ zurück.

In näherer Zukunft könne die evangelische Landeskirche in Bayern ihre Stellen zwar noch besetzen, sagte Sprecher Johannes Minkus. Es sei aber möglich, dass „in der weiteren Zukunft zu wenig Personal zur Verfügung stehen könnte, da die Nachwuchszahlen die Zahlen der Ruhestandseintritte dauerhaft nicht aufwiegen werden“.

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