Das Paradox der Virologie – Wieso der meist harmlose Erreger so gefährlich ist

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Es begann mit einer Fledermaus – nun befürchten Experten weltweit Hunderttausende von Toten durch Covid-19. Ein Blick auf die Zahlen zeigt deutlicher als alle Worte, wie es zur Coronavirus-Krise kommen konnte.

Pia Heinemann | WELT

Vor 17 Jahren wurde die Menschheit aufgeschreckt: Damals schaffte ein Virus es, von Tieren auf den Menschen überzuspringen. Das Virus, Sars, war ansteckend, es verbreitete sich innerhalb von wenigen Tagen um die Welt. Diese erste Pandemie des 21. Jahrhunderts war eine Warnung: Durch die enge Vernetzung der Welt können Viren leicht zu einer globalen Gefahr werden.

Vor 17 Jahren hatte die Menschheit aber noch einmal Glück. Denn Sars-CoV-1 war zwar sehr tödlich: Von den 8096 Infizierten starben 774 – das ergibt eine Letalität von 9,6 Prozent. Aber das Virus machte die Menschen sehr schnell krank.

Die Symptome traten bereits auf, bevor die Infizierten stark ansteckend waren. Damals passierten die meisten Infektionen im Krankenhaus, wenn bei der Behandlung etwas schieflief. Nicht in einer Einkaufsschlange, einem Großraumbüro oder bei einer Karnevalsveranstaltung.

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