Warum auch Frauen Priester werden können


Warum dürfen Frauen keine Priester werden? Weil nur ein Mann den Mann Jesus Christus repräsentieren könne, heißt es oft. Die Salzburger Neutestamentlerin Marlis Gielen hält ihn ihrem Gastbeitrag dagegen – und begründet ihre Sicht mit der Bibel und einem ganz zentralen Sakrament.

Marlis Gielen | katholisch.de

Die Frage nach einem gleichberechtigten Zugang von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern lässt sich nicht mehr aus der römisch-katholischen Welt verdrängen. Ihre positive Beantwortung angesichts der Zeichen der Zeit wird immer dringlicher. Dafür gibt es ernstzunehmende Indizien. Genannt sei hier nur das Votum der Amazonassynode in Rom vom Herbst 2019 oder der kürzlich gestartete Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland, bei dem sich auch eines der vier Foren dem Thema „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ widmet. Nicht zuletzt erklärte der neu gewählte Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, die Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche zur wichtigsten Herausforderung in seinem neuen Amt. Dennoch: Rom ist offenbar trotz zunehmenden und auch theologisch wie pastoral argumentativ gut begründeten Widerspruchs (noch) nicht bereit, sich in der „Frauenfrage“ zu bewegen. Dies bestätigt auch das jüngst veröffentlichte nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus „Querida Amazonia„.  

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