Wie Pflanzen die Gebirgsbildung prägen


Sie stabilisieren Hänge, brechen mit ihren Wurzeln aber auch das Gestein auf – Pflanzen formen Berge in überraschend vielschichtiger Weise, berichten Forscher. Sie haben in den südamerikanischen Anden Einblicke in die interessanten Wechselwirkungen von Vegetation und Klima auf die Gebirgsbildung gewonnen. Je nach Region kann der Einfluss von Pflanzen auf die Erosionsprozesse demnach sogar gegensätzlich ausfallen.

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In dieser mediterranen Klimazone in den Bergen von Zentral-Chile führen Vegetation und Niederschlage zusammen zu vergleichsweise stark verwitterten Bodenprofilen. (Bild: Todd Ehlers)

Durch geologische Prozesse werden manche Bereiche der Erdkruste nach oben gedrückt und aufgefaltet – es entstehen Bergketten wie die Alpen, der Himalaya oder die Anden. Wie sich die Strukturen der Berge anschließend verändern, hängt damit zusammen, welchen Erosionsfaktoren sie ausgesetzt sind. In manchen Regionen werden sie etwa von Gletschern abgeraspelt, in anderen spülen heftige Regenfälle ihr Material nach und nach fort. Doch auch das Leben beeinflusst die Gestaltung der Berge: Dass auch Pflanzenbewuchs Erosionsprozesse erheblich beeinflussen kann, scheint klar. Über die Details des Zusammenspiels von Vegetation, Erosion und anderen Umweltfaktoren ist bisher allerdings wenig bekannt. Ein Wissenschaftlerteam der Universität Tübingen hat sich diesem Forschungsthema nun gewidmet.

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