Beatmungsgerät abgegeben und gestorben? Zweifel an Priester-Geschichte

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Die Geschichte rührt die Menschen weltweit: Der 72-jährige Priester Giuseppe Berardelli soll gestorben sein, nachdem er sein Beatmungsgerät einem jüngeren Corona-Patienten überließ. Doch nun melden sich Bekannte zu Wort – und erzählen etwas anderes.

katholisch.de

Bild: © sudok1/Fotolia.com (Symbolbild)

Nach Berichten über eine bemerkenswerte Tat eines italienischen Priesters inmitten der Corona-Krise haben Bekannte des Geistlichen einen anderen Ablauf der Ereignisse geschildert. Dass der 72-jährige Don Giuseppe Berardelli starb, nachdem er einem jüngeren Corona-Patienten sein Beatmungsgerät überließ, entspricht den neuen Angaben zufolge nicht der Wahrheit. Ein Bekannter des Verstorbenen schilderte dem Internetportal „Crux“ am Dienstagabend, dass Berardelli die Beatmung vor allem deshalb abgelehnt habe, weil er sie schlicht nicht habe ertragen können. Der Geistliche sei jedoch nichtsdestoweniger ein Vorbild, sagte er.

Der Fall hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Nach den ursprünglichen Berichten rettete Berardelli einem ebenfalls am Virus erkrankten Mitpatienten das Leben, indem er ihm das eigene Beatmungsgerät überließ. Der Geistliche selbst starb wenig später an den Folgen der Krankheit.

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